Schülerrückgang: Kommunen brauchen Schule im Dorf

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MdL Dr. Frank Mentrup: „Längeres gemeinsames Lernen bietet den Kindern bessere Bildungschancen, erfüllt die Elternwünsche und sichert die wohnortnahe Schule auch im ländlichen Raum“

Mit mehr Freiräumen der Kommunen für eigene Schulkonzepte muss nach Ansicht der SPD die Bildungspolitik der Landesregierung auf den vom Statistischen Landesamt prognostizierten Rückgang der Schülerzahlen reagieren. „Längeres gemeinsames Lernen bietet den Kindern bessere Bildungschancen, erfüllt die Elternwünsche und sichert die wohnortnahe Schule auch im ländlichen Raum“, sagte der bildungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Frank Mentrup.

Die Landesregierung beschleunige demgegenüber mit der Werkrealschule und dem krampfhaften Festhalten am dreigliedrigen Schulsystem das Aus der wohnortnahen weiterführenden Schule. „Es grenzt an Heuchelei, wenn Kultusministerin Schick einerseits versichert, das Land schließe von sich aus keine Schulstandorte, gleichzeitig aber alle Anträge von Kommunen ablehnt, die an ihrer Schule vor Ort die Kinder länger gemeinsam lernen lassen und besser individuell fördern wollen“, tadelte Mentrup.

Mentrup machte auf das Schulentwicklungsgutachten von Tino Bargel von der Universität Konstanz aufmerksam. Die Studie weise nach, dass bis zum Jahr 2020 landesweit nur noch ein Drittel der Kommunen einen weiterführenden Schulstandort hätten, wenn es beim dreigliedrigen Schulsystem bleibe. Demgegenüber könnten bei der Einrichtung von Gemeinschaftsschulen, die alle Bildungsgänge und Abschlüsse anbieten, gut zwei Drittel der Gemeinden in Baden-Württemberg Schulstandort sein. „Gerade für den ländlichen Raum bietet die Schule unter einem Dach die große Chance, auch bei dramatischem Schülerrückgang die Schule im Dorf zu belassen“, so Mentrup.

 
 

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